15. Januar 2022

MEWA Corporate Blog

Carsharing, Bikesharing & Co.: Maximale Mobilität für alle

Immer mehr Menschen nutzen zur Fortbewegung Sharing-Angebote ‒ trotz Pandemie. Auch in anderen Lebensbereichen ist Teilen das bessere Besitzen.

Katie Holmes tut es, Leonardo DiCaprio auch: Sie setzen auf Teilen statt Besitzen und cruisen auf geliehenen Fahrrädern durch die Stadt. Egal ob Bikesharing, Carsharing, Ride-Hailing oder Ridesharing ‒ in Sachen Mobilität geht der Trend in Richtung gemeinsame Nutzung.

Der Hype ums Teilen ist groß, und das unter anderem der Umwelt zuliebe: Wer teilt, schont Ressourcen. Allerdings wurden viele Unternehmen in diesem wachsenden Segment durch die Corona-Pandemie ausgebremst und auf die Probe gestellt: Wer weniger unterwegs ist, leiht seltener Autos, fährt nicht mit Uber und und und.

So hagelte es Überschriften in der Presse wie „Schluss mit Teilen“ oder „Ist die Sharing Economy jetzt am Ende?“ Teilweise etwas voreilig, denn trotz Buchungseinbrüchen während des Lockdowns von bis zu 80 Prozent stieg die Zahl der deutschen Carsharing-Kunden und -Kundinnen 2020 um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Und weil wir zwischenzeitlich quasi nur noch spazieren gehen und Fahrrad fahren durften, erfreuten sich beispielsweise Sharing-Räder auch in der Pandemie großer Beliebtheit.

Mobilität bedeutet Freiheit

Die Deutschen legen täglich über drei Milliarden Kilometer zurück ‒ zumindest, wenn nicht grade eine Pandemie den Alltag bestimmt. Die Corona-Beschränkungen haben gezeigt, welch hohen Stellenwert Mobilität in unserem Leben hat. Mobil zu sein bedeutet gleichzeitig, unabhängig zu sein, Zugang zu Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen zu haben und am kulturellen und sozialen Leben teilzuhaben.

Doch für Mobilität braucht man Verkehr, und davon gibt es laut BMVI weltweit immer mehr. Der Anteil privater Autos ist nach wie vor recht hoch, doch es gibt auch den Gegentrend: Gerade in Metropolen verkaufen viele Menschen ihr Auto. In Städten werden die Fahrradwege ausgebaut, die Verkehrsleistungen von Radverkehr und öffentlichem Nah- und Fernverkehr steigen stark an. Das liegt an den sich wandelnden Arbeits- und Lebensformen auf der einen Seite und an dem Wunsch nach einer nachhaltigeren Lebensweise auf der anderen.

Carsharing und Bikesharing

Wer bei der Mobilität aufs Teilen setzen will, hat in den vergangenen Jahren immer mehr Möglichkeiten dazu bekommen. Eines der ältesten Modelle: das klassische Carsharing. Hier teilen sich mehrere Personen ein Carsharing-Auto, das dadurch im Schnitt bis zu 20 Privatfahrzeuge ersetzen kann. Das macht sich schnell bei der Parkplatzsuche, Staus und der Luftqualität bemerkbar. Durch Smartphones und diverse Apps ist Carsharing heute so einfach wie nie. 

Die gemeinsame Nutzung von Rädern und Rollern in Städten ist sehr beliebt.

Etwas neuer: das Leihen von Rädern und Rollern: Call a Bike-Räder oder E-Scooter von Anbietern wie Lime oder Tier können flexibel und unkompliziert als ergänzende Verkehrsmittel genutzt werden.

Eine noch weniger bekannte Form des Sharings bietet Swapfiets an: Das niederländische Unternehmen vermietet, ähnlich wie beim Autoleasing, für einen monatlichen Beitrag Fahrräder. Diese Fahrräder können je nach Wunsch und Vorlieben individuell konfiguriert werden. Geht etwas kaputt, kommt der „Swapper“ und tauscht das Bike aus ‒ so bleibt man immer mobil und handelt gegen die Konsumnorm der Wegwerfgesellschaft. In Deutschland startete das Unternehmen 2018 und ist heute in 30 Städten vertreten. 60.000 Menschen mieten dort inzwischen ihr Rad.

Schon mal gehört? Ride-Hailing und Ridesharing

Ride-Hailing-Anbieter wie Uber oder Lyft vermitteln per App Taxifahrten in privaten Autos. Heißt: Privatpersonen nutzen ihr eigenes Auto, um fremden Menschen Taxifahrten von A nach B anzubieten. Buchbar sind diese Fahrten ganz einfach über die entsprechenden Apps.

Das Ridesharing funktioniert unterdessen wie eine Art Fahrgemeinschaftslinienbus für Leute mit ähnlichem Ziel: Bei MOIA beispielsweise fragt man über die dazugehörige App eine Fahrt an. Anhand des eigenen Standorts wird dann ein Zustieg in Laufnähe ermittelt. Aktuell sieht es für diese Dienste wegen der Pandemie eher schlecht aus. Fachleute sind aber sicher, dass sich das Konzept nach Corona weiterverbreiten wird. Der Vorteil zum Carsharing und Hailing: Mehrere Menschen nutzen ein Fahrzeug, sprich: noch weniger Verkehr.

Sharing is Caring

Ein bisschen Geduld braucht es wohl noch, bis die Welt wieder die alte und die Mobilität nicht mehr eingeschränkt ist. Dann kann man endlich nicht mehr nur Videocall-Links, sondern auch ungehemmt wieder echte Umarmungen teilen. Bis dahin bleibt uns das Cruisen auf geliehenen Bikes durch die Stadt ‒ ob in Hollywood oder in Heidelberg.

Apropos Sharing: Hier finden Sie die neuesten Sharing-Trends!

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